Stadt Bad Soden am Taunus

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Durch neue Regenrückhaltebecken künftig weniger Hochwasserschäden

Nur zu gut sind noch die Bilder in Erinnerung, als das Hochwasser nach extremen Regenfällen am 10. und 11. Juni 2007 kniehoch in der Königsteiner Straße stand. Damit sich solche Ereignisse nicht wiederholen, hat der Abwasserverband Main-Taunus nun beschlossen, in Bad Soden am Taunus zwei Hochwasserrückhaltebecken zu bauen bzw. zu erweitern.

Nach der Vorstandsitzung des Verbandes im Bad Sodener Rathaus hat sein Technischer Geschäftsführer Wolfgang Borreck die vorgesehenen Projekte erläutert. Insgesamt sollen an Schwarzbach, Liederbach und Sulzbach fünf neue Regenrückhaltebecken gebaut werden. Für die Umsetzung ist ein Zeitraum von 20 bis 25 Jahre einzuplanen, da bei vier Standorten Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfungen erforderlich sind.

Erweiterung kostet 500.000 Euro

Als erstes Projekt steht die Anlage am Niederdorfsbach an der Königsteiner Straße in Bad Soden am Taunus auf dem Programm. Die Erweiterung des Regenrückhaltebeckens von 9.000 auf 16.000 Kubikmeter kann nach Aussage von Wolfgang Borreck in den kommenden zwei Jahren beginnen. Die Kosten sind auf 500.000 Euro veranschlagt. Aller Voraussicht kann ein vereinfachtes Plangenehmigungsverfahren vorgenommen werden.

Außerdem ist ein Hochwasserrückhaltebecken in Sulzbach-Nord an der Limesspange zwischen Sulzbach (Taunus) und Bad Soden am Taunus vorgesehen. Für das 46.000 Kubikmeter große Becken werden Baukosten von 1,2 Millionen Euro kalkuliert. Außerdem muss mit Kosten für das Verlegen des Schützenhauses gerechnet werden. Die Pläne für zwei weitere Anlagen in Kronberg im Taunus und im Bad Sodener Stadtteil Altenhain (oberhalb des Parkplatzes Kelkheimer Straße) wurden vorerst zurückgestellt.

Wolfgang Borreck erläuterte, dass nun zwar der Startschuss für alle fünf Becken gefallen sei, wegen der unterschiedlichen Rahmenbedingungen – zum Beispiel Dauer der Genehmigungsverfahren und Erwerb von Grundstücken – der jeweilige Baubeginn für die Beckenstandorte zeitlich deutlich auseinander liegen kann. Der Abwasserverband geht davon aus, dass das Land Hessen je nach Kassenlage 50 bis 65 Prozent der Kosten übernimmt. Mit einer Erhöhung der Abwassergebühren infolge der Investitionen sei daher und auf Grund bereits gebildeter Rücklagen nicht zu rechnen.

Weniger Schäden bei extremen Niederschlägen

Der Vorsteher des Abwasserverbands Main-Taunus, Kriftels Bürgermeister Christian Seitz, und Bad Sodens Bürgermeister Norbert Altenkamp – ebenfalls Mitglied in dem Gremium – erklärten, nach Vollendung der vorgesehen neuen und erweiterten Anlagen seien mit flankierenden Maßnahmen die besten Vorkehrungen getroffen, damit bei künftigen Starkniederschlägen die Folgen deutlich weniger gravierend ausfallen.

Der Abwasserverband Main-Taunus hat unter anderem den vorbeugenden Hochwasserschutz in den drei Einzugsgebieten der Gewässer zur Aufgabe. Außerdem kümmert sich der Abwasserverband um die überörtliche Abwasserbeseitigung und die Gewässerunterhaltung. Mitglieder im Vorstand sind die 13 Kommunen mit 250.000 Einwohnern, die Anrainer an Schwarzbach, Liederbach und Sulzbach sind.

Für weitere Informationen steht die Stadtverwaltung Bad Soden am Taunus unter der Telefonnummer 06196 / 2 08 - 350 gerne zur Verfügung. Über die Arbeit des Abwasserverbandes Main-Taunus gibt auch die Homepage www.av-mt.de Auskunft.

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Seltener Anblick auf der Königsteiner Straße: Im Juni 2007 kam der Autoverkehr hier zum Erliegen.

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Land unter im Juni 2007 in Bad Soden am Taunus und der gesamten Umgebung; hier am Niederdorsbach an der Königsteiner Straße..





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