Stadt Bad Soden am Taunus

Stadt Bad Soden am Taunus

http://www.bad-soden.de/sis/gesundheit/stadtfuehrung/index.html


Startseite / Gesundheit & Tourismus / Stadtführung

Stadtführung

Bad Soden am Taunus - eingebettet in wunderbarer Landschaft

Bad Soden am Taunus liegt am südlichen Hang des Taunus, 130 Meter über N.N. bis 385 Meter über N.N. Bad Soden am Taunus liegt geschützt gegen Nord- und Ostwinde in einem Tal, das nur nach Südosten hin geöffnet ist. Genau im Norden der ehemaligen Kurstadt befindet sich der Altkönig (798 Meter). Im Nordwesten schiebt sich ein Höhenzug des Taunusgebirges vor, welcher mit seinen höchsten Erhebungen, dem 516 Meter hohen Rossert und dem 452 Meter hohen Staufen, in die Mainebene hineinragt. Die geographische Lage und die günstigen klimatischen Bedingungen bewirken, dass es in Bad Soden am Taunus eher Frühling wird als in der umliegenden Region.

Der Taunus, dessen höchste Erhebung der Große Feldberg mit 880 Meter über N.N. ist, ist der südöstlichste Eckpfeiler des Rheinischen Schiefergebirges. Er wird begrenzt von Rhein, Lahn, Wetterau und Main.

Wohl keltischen Ursprungs, tauchte der Name des Taunus erstmals bei den Römern auf. Die „Civitas Taunensium" hat man in Nida-Hessenheim lokalisiert. Der Feldherr Germanicus spricht während eines Chattenfeldzuges von einem „Mons Taunus", womit wohl der Burgberg von Friedberg gemeint war.

Die „Höhe", also der Ostteil des Taunus-Hauptkamms, wurde wahrscheinlich erst unter dem Einfluss der Romantik mit dem Namen „Taunus" belegt. In mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Quellen ist der Name für diesen Bereich des Mittelgebirges nicht zu finden, vielmehr ist die Rede von „Heyrich", „Hairich", „Die Höhe" oder von „Höhengebirge". Erst im 19. Jahrhundert setzte sich die Bezeichnung für den gesamten Raum durch, als der Frankfurter Literat, Sammler und Diplomat Johann Isaac von Gerning mit seinem Gedicht „Die Heilquellen am Taunus" 1813 die römische Bezeichnung verallgemeinerte und in die Umgangssprache einführte. Das Gedicht beginnt:

Taunus! Dir und Deinem Gefild’ ertöne
Preisgesang, im Wonnegefühl des Dankes;
Dir, der Schöpfung Liebling,
der Heilkraft Spender,
Zierde der Landlust.

Älteste kulturhistorische Zeugnisse sind keltische Hügelgräber und Ringwälle. Die Kelten wurden im ersten Jahrhundert vor Christus von der germanischen Völkerwanderung verdrängt bzw. von den Chatten integriert. Nach der Teileroberung Germaniens durch Cäsar und nach den Chattenkriegen, 83 - 86 n. Chr. von Dometian geführt, bildete der Limes rund 200 Jahre lang die römisch-germanische Grenze. Noch heute ist er im Taunus auf vielen Strecken gut zu erkennen.

Nach dem Fall des Limes 260 n. Chr. hielten die Römer den Rheingau, in dem sie Wein angepflanzt hatten, noch lange Zeit. Im 6. Jahrhundert kamen die Franken vom Niederrhein. Wegen seiner Unwirtlichkeit war der zentrale Taunus weitgehend bei der Landnahme ausgespart worden, obwohl die Gaugrafen bald versuchten, auch hier Fuß zu fassen.

Friedrich Barbarossa griff schließlich auf den Taunus zurück und verleibte ihn sich ein. Nach der Zeit der Deutschen Kaiser des Ersten Deutschen Reiches war das Gebiet unter kirchlichen und weltlichen Herrschern aufgesplittert. Später gehörte der Taunus zum Großherzogtum Nassau. Die Nassauer, erst von Napoleon in den Herzogstand erhoben, hatten immer mehr an Macht gewonnen und herrschten seit 1744 fast über das gesamte Taunusgebiet, bis das Land 1866 zu Preußen und damit später zum Deutschen Reich kam.

In diesem so abgegrenzten Teil des Rheinischen Schiefergebirges sind morphologisch recht unterschiedliche Teilräume zusammengefasst. Unterteilt wird in Main-Taunus-Vorland, dann jeweils nördlich anschließend der Vortaunus, der Hochtaunus und der Hintertaunus. Der Taunus ist ein deutsches Mittelgebirge und hat deren typische Reliefformen: verebnete Hochflächen mit tief eingeschnittenen Tälern.

Älter als die Alpen

Dieses Relief ist nicht aus rezenten Klimabedingungen zu erklären. Wir müssen also das Klima und die Reliefgeschichte rekonstruieren. Der Taunus als Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist eine Aufwölbung, die vor 300 Millionen Jahren im Devonzeitalter aus einem von einem Meer bedeckten Gebiet hervortrat. Er ist also älter als die Alpen und war ursprünglich wesentlich höher.

Damals und später bei der alpiden Gebirgsbildung, in der die Alpen gehoben wurden, bildeten sich etliche Spalten und Brüche, die parallel zur Hauptrandverwerfung lagen. Sie füllten sich mit Mineral-Neubildungen, wie z. B. Quarz, auf. Meist treten an den Schnittstellen von den Spalten und Querspalten warme Quellen aus, die reich an Salzen und Kohlensäure sind. Die Kohlensäure ist vulkanischen Ursprungs.

Im Tertiär herrschte in Mitteleuropa ein feucht-warmes Klima, es kam zu einer intensiven chemischen Verwitterung und damit zu einer enormen Aufbereitung des Gesteins. Aufgrund der häufigen und heftigen Niederschläge wurde das so entstandene Feinmaterial flächenhaft verspült. Begünstigt wurde diese Abspülung durch die savannenartige Vegetation, die im Tertiär in diesem Gebiet herrschte. So wurde das Material nicht von den Wurzeln festgehalten und konnte flächenhaft abgetragen werden.

Im Pleistozän kam es zu einem häufigen Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten. Die jüngste Warmzeit, das Holozän, setzte vor 12.000 Jahren ein. Während des Pleistozän kam es zu tiefen Einschneidungen der Flächen.

In den vier Kaltzeiten war die mittlere Jahrestemperatur etwa vier bis sieben Grad tiefer als heute. Das bedeutet, dass die mittlere Jahrestemperatur Frankfurts, die heute bei 8,4 Grad liegt, damals 1,4 bis 4,4 Grad betrug.

Fünf bis sieben Monate des Jahres war der Boden vollständig gefroren, fünf bis sieben Monate taute er, da die Temperatur über null Grad lag, bis zu einem Meter tief auf. Darunter befand sich Dauerfrostboden. In den Sommermonaten bestand dieser Auftauboden aus einer breiigen, mit Wasser übersättigten Masse, die höchst umlagerungsfähig war.

Durch den häufigen Frostwechsel kam es zu einer starken Frostverwitterung. So wurde viel Schuttmaterial produziert. Wegen des in einem Meter Tiefe gefrorenen Bodens konnte das Wasser nicht einsickern, es floss an der Oberfläche ab. Dadurch kam es zum Bodenfließen, der Solifluktion. Das Wasser fließt an der Bodenoberfläche ab und schwemmt die Steine in einer zähflüssigen Masse mit. Im Laufe der Jahre wandern sie den Hang abwärts ins Tal. Die so gebildeten Schuttdecken, bei deren Wanderung es zu großer Erosion kommt, sind typisch für Mittelgebirge.

Am Ende der Kaltzeiten kam es zu stärksten Tiefenerosion. Die stark angeschwollenen Flüsse transportierten das grobe Schuttmaterial, das den Flussboden tiefer legte. So kam es zu den tief eingeschnittenen, für Mitteleuropa typischen Tälern. Heute findet man den Schutt auf den Mainterrassen als gerundeten Schotter.




Hessen-Finder



Thumbnail Imagefilm

Aktuelle Termine
04.02.2012 - 26.02.2012
Ausstellung "Phantom & Oper"
04.02.2012
Kappensitzung
04.02.2012
Kostenfreie Stadtführung am Samstag, 04. Februar 2012
Wetter

Vorhersage für Samstag: Heute ziehen am meist sonnigen Himmel höchstens ein paar Schönwetterwolken vorüber. Die Temperaturen klettern bis zum Nachmittag auf Werte um -5 °C. Es weht ein allgemein...