MUSEUMSSTÜCK DES MONATS MAI

Bauchige Urne aus Ton – Grabhügel in Soden, ca. 600 v. Chr.

Bauchige Urne aus Ton, Höhe 31 cm

1965 fanden unter der Leitung des Landesamtes für geschichtliche Bodenaltertümer in Wiesbaden archäologische Ausgrabungen im Eichwald statt, da hier in Kürze mit dem Bau des Kreiskrankenhauses begonnen werden sollte.

Die dort aufgefundenen 15 Hügelgräber waren wohl ursprünglich nicht von Wald umgeben, sondern befanden sich in der Nähe einer Siedlung, die möglicherweise im Gebiet der heutigen Kaiserstraße/Kronberger Straße lag.

Innerhalb des 12. Hügelgrabes, das man etwa 600 v. Chr. datierte, wurden 10 Tongefäße in Scherben geborgen. Die hier gezeigte Urne bildete nach der Restaurierung mit einer Höhe von 31 cm und einem maximalen Durchmesser von 37 cm das größte Objekt der Sammlung von Grabbeigaben. Des Weiteren fand man zwei Eisenmesser, eines davon wohl ein Rasiermesser, und wenige Knochenreste.

Das Stadtmuseum Bad Soden dankt dem Stadtmuseum Wiesbaden für die Dauerleihgabe.