Fair geht vor - auch in Bad Soden am Taunus

Seit dem 17. Juni 2016 trägt Bad Soden am Taunus offiziell den Titel „Fairtrade-Stadt“ und wurde damit 419. Fairtrade-Stadt in Deutschland. Mittlerweile sind eine Vielzahl an Fairtrade-Towns, Fairtrade-Kreise und sogar Fairtrade-Universitäten, -Schulen und –Kitas hinzugekommen. Einige Bad Sodener Kitas haben ebenfalls schon ihr Interesse signalisiert, Fairtrade-Kita zu werden.


Fairen Handel fördern

Das Ziel von Fairtrade-Städten und -Kreisen ist es, den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern. Und das Thema fairer Handel gewinnt zunehmend an Bedeutung. In Deutschland wächst das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen.


TransFair e.V. verbindet

Seit über 20 Jahren unterstützt der Verein TransFair e.V. benachteiligte  Produzentengruppen in Entwicklungsländern. Fairtrade verbindet Produzenten und Konsumenten und unterstützt Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiter im globalen Süden, damit sie die Armut aus eigener Kraft überwinden, ihre Stellung stärken und ihr Leben selbst bestimmen können. Als gemeinnütziger Verein handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum.


Das Fairtrade-Siegel
Dieses Siegel findet sich mittlerweile auf immer mehr Produkten und nicht mehr nur in Eine-Welt-Läden, sondern immer häufiger im Einzelhandel der Kommunen. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 42.000 Geschäften. Über 20.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und –Kakao aus. Über 360 Partnerfirmen bieten etwa 5.500 Fairtrade-Produkte an, darunter Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen, Zucker und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle.


Faires Warenangebot in Bad Soden am Taunus

In Bad Soden am Taunus gibt es eine Vielzahl von Einzelhändlern und Gastronomen, die fair gehandelte Produkte im Sortiment haben. Eine Übersicht über die Angebote findet sich auf der städtischen Internetseite unter der Rubrik Wirtschaft und Gewerbe/Fairtrade-Stadt Bad Soden am Taunus.


Aktionen der FairtradeSteuerungsgruppe

Mit mehreren Aktionen hat die Bad Sodener Steuerungsgruppe Fairtrade im vergangenen Jahr auf das Thema aufmerksam gemacht. Bei zwei „Fairen Kaffeepausen“ am Samstagsmarkt auf dem Adlerplatz konnten Marktbesucher und Passanten nicht nur eine Tasse fair gehandelten Kaffee trinken, sondern sich auch mit einer Auswahl an fair gehandelten Produkten eindecken und informieren lassen. Bei der Fairtrade-Rallye auf dem Neuenhainer Herbstmarkt waren vor allem die jüngeren Bad Sodener gefragt und erhielten nach der Beantwortung einer Reihe von Fragen zum Thema Fairtrade eine kleine Überraschung. „Faire Schoko-Nikoläuse“ verteilte der Nikolaus auf dem Bad Sodener Weihnachtsmarkt und am Stand der Steuerungsgruppe auf dem Messer-Weihnachtsmarkt fanden Kaffee, Schokolade, Tee und Weihnachtsgebäck viele Käufer.


MTK ist Fairtrade-Kreis

Auch der Main-Taunus-Kreis hat sich im letzten Jahr beworben und wurde als Fairtrade-Kreis ausgezeichnet. In regelmäßigen Abständen lädt der MainTaunus-Kreis seitdem alle Aktiven der Steuerungsgruppe Fairtrade im Landkreis Main-Taunus zum Austausch ein. Das nächste Treffen findet übrigens am 21. Februar 2019 im Landratsamt statt.


Vernetzungstreffen der hessischen Fairtrade-Kommunen und -Kreise
Mehr als 70 Kommunen und Kreise in Hessen sind bereits zertifiziert. Bei den jährlichen Vernetzungstreffen findet ein Austausch der Akteure mit Vorträgen, Workshops, Infoständen und Praxisbeispielen statt. Das nächste Treffen findet am 20. März 2019 im Landratsamt in Hofheim statt. Sie wollen sich engagieren? Neue Mitglieder in der Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Bad Soden am Taunus sind immer herzlich willkommen. Interessenten können sich hier bei der Stadtverwaltung unter der Rufnummer 06196/ 208 - 134 oder per E-Mail an barbara.hermanowski@stadt-bad-soden.de wenden.

Foto: Faire Kaffeepause auf dem Samstagsmarkt