Verein „Wir für Bad Soden“ finanziert Sanierung des Tores  zum Jüdischen Friedhof

Unermüdlichem bürgerschaftlichen Engagement ist es zu verdanken, dass der Jüdische Friedhof an der Wilhelmshöhe in den letzten Jahren aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde und mittlerweile als wertvoller Kulturschatz auch über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wird. Begonnen hatte alles mit dem Bad Sodener Forscherehepaar Lissy und Sven Hammerbeck, das den Jüdischen Friedhof in fast zweijähriger Kleinarbeit umfassend dokumentierte, Grabinschriften - bevor sie gänzlich verwittern - aus dem Hebräischen übersetzte und im vergangenen Jahr das Buch  „Der Jüdische Friedhof in Bad Soden - Ein Archiv im Freien" herausgab. Hierfür wurden die Hammerbecks nicht nur mit dem Kulturförderpreis der Stadt Bad Soden am Taunus, sondern auch mit dem Ehrenamtspreis des Landes Hessen ausgezeichnet. In diesem Jahr hat der Verein „Wir für Bad Soden", der bereits eine Vielzahl von Projekten in der Stadt unterstützt und finanziert hat, die komplette denkmalgerechte Sanierung des Tores zum Jüdischen Friedhof übernommen und dafür 3.500 Euro aus der Vereinskasse bereitgestellt. 

Bürgerliches Engagement hat Tradition

„Bürgerschaftliches Engagement hat in Bad Soden am Taunus eine lange Tradition, doch in diesen schwierigen Zeiten ist das längst keine Selbstverständlichkeit. Ich freue mich sehr, dass nach der umfassenden Dokumentationsarbeit und der Sanierung der Friedhofsmauer nun auch die Restaurierung des Tores zum Jüdischen Friedhof abgeschlossen ist und damit ein wichtiger Zeitzeuge für nachfolgende Generationen erhalten werden konnte. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die sich nicht nur finanziell, sondern auch mit sehr viel Herzblut für den Jüdischen Friedhof engagiert haben", so Bürgermeister Dr. Frank Blasch.