Kontaminierte Abfälle richtig entsorgen

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informiert:

Regeln zur Abfallentsorgung für Bürger in Quarantäne-Haushalten

1. Sämtliche Abfalle, die kontaminiert sein könnten, sollen in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben werden. Ein Einwerfen von z.B. losen Taschentüchern in eine Abfalltonne ist zu unterlassen.

2. Die Abfallsäcke sind anschließend durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen.

3. Bei der Getrennthaltung der Abfälle (Papier, Gelbe Tonne/Gelber Sack) ist darauf zu achten, dass mindestens 3 Tage vor dem Abholtermin keine Abfälle in die jeweiligen Tonnen/Säcke gegeben werden.

4. Für Glasabfälle und Pfandverpackungen wird empfohlen, diese nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Eine Reinigung der Oberflächen ist empfehlenswert.

5. Abfälle aus Quarantänehaushalten werden als gemischter Siedlungsabfall unter Abfallschlüsselnummer (ASN) 20 03 01 eingestuft und sind wie oben dargelegt in geschlossenen Müllbeuteln über die Restmülltonne der Verbrennung zuzuführen.

6. Abfälle aus sog. Durchgangsstationen, wie z.B. Hausarztpraxen, werden als nicht gefährlicher Abfall unter der ASN 1801 04 eingestuft. Dieser Abfall ist entsprechend der Ihnen bekannten LAGA-Mitteilung M 18 ,,Vollzugshilfe zur

Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes" (https://www.laga-online.de/documents/m_2_3_1517834373.pdf) zu beseitigen.

7. Abfälle aus Krankenhäusern werden als gefährliche Abfälle unter ASN 18 01 03*eingestuft und sind ebenfalls nach den Hinweisen der LAGA Mitteilung M 18 einer Beseitigung/Verbrennung zuzuführen.

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