Lärmaktionsplan soll überarbeitet werden

„Die Stadt Bad Soden am Taunus ist durch den Flughafen Frankfurt Main in Form der nördlichen Gegenanflugroute betroffen, die über das Stadtgebiet verläuft. Nach Eröffnung der Landebahn Nordwest im Jahr 2011 wurden die Anflugstrecken auf den Flughafen Frankfurt Main neu geordnet. Der nördliche Gegenanflug wurde aus Sicherheitsgründen um eine nautische Meile (rund fünf Kilometer) nach Norden verschoben, sodass er seitdem unmittelbar über das Stadtgebiet von Bad Soden am Taunus und weitere Kommunen des Vordertaunus führt. Der Fluglärm für die Bewohner Bad Sodens und der Stadtteile Neuenhain und Altenhain hat sich seither merklich erhöht.

Nach Eröffnung der Landebahn Nordwest haben im Jahr 2012 das Land Hessen, die Deutsche Lufthansa
AG, die Fraport AG, die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS), das Forum Flughafen und Region sowie das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) unter dem Titel „Gemeinsam für die Region – Allianz für Lärmschutz“ ein Bündel an Maßnahmen verabredet, um die Lärmbelastung der Bewohner rund um den Flughafen Frankfurt Main zu reduzieren. Bestandteil dieser Allianz für Lärmschutz war auch die Anhebung der Mindestflughöhen auf den Gegenanflügen um 1.000 Fuß (rund 300 Meter), im Norden von 5.000 auf 6.000 Fuß. Diese Maßnahme wurde von der DFS im Jahr 2014 in den Regelbetrieb übernommen.

Im Jahr 2019 hat die DFS diese Anhebung der Mindesthöhen auf den Gegenanflugrouten um 1.000 Fuß aufgrund einer verschärften Anwendung einer Vorgabe der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO wieder zurückgenommen. Ein Monitoring hat ergeben, dass nun im Durchschnitt niedriger (und damit lauter) geflogen wird. Dies betrifft auch die Stadt Bad Soden am Taunus.

Vor diesem Hintergrund fordert die Stadt Bad Soden am Taunus, Wege zu finden, die es ermöglichen, die Mindestflughöhe auf dem nördlichen Gegenanflug wieder deutlich anzuheben, um die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu entlasten. Aktuell sind die Belastungen deutlich gestiegen in dem Bereich, der aus gutem Grunde nach Neuordnung der Anflugstrecken im Jahr 2011 durch Anhebung der Überflughöhe entlastet werden musste".

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