Sicherheitsberater für Senioren

Gezielte Informationen für Senioren und Kontaktdaten

Da die Angst vor Verbrechen bei älteren Menschen deutlich ausgeprägter ist, als bei jüngeren, sollen die SfSs dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl älterer Menschen in Bad Soden am Taunus zu stärken. Gemeinsam mit den zuständigen Präventionsdienstleistern der Landespolizei können sie beispielsweise bei Seniorennachmittage oder Bürgergesprächen wichtige Informationen zu Enkeltrick, falschen Gewinnspielversprechen, Taschen- und Trickdiebstahl und Betrügereien an der Haustür vermitteln. Sie geben Tipps zur Vermeidung dieser Straftaten und informieren über Opferschutz, Gefahren im Internet sowie über die Sicherheit von Senioren im Straßenverkehr.

Aktuelle Fälle von Anrufen falscher Polizeibeamter

Anfang dieser Woche waren Trickbetrüger wieder im gesamten Main-Taunus-Kreis aktiv und versuchten in mehreren Dutzend der Polizei gemeldeten Fällen mit der Masche des falschen Polizeibeamten ältere Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen. Bei den bis dato bekanntgewordenen Vorfällen gingen die Betrüger leer aus und der Schwindel wurde von den Opfern erkannt. Abgesehen von leichten Variationen ist die am Telefon erzählte Geschichte der Betrüger immer gleich: Alle Betrüger gaben an, dass die Polizei Einbrecher festgenommen habe und man bei der Durchsuchung dieser eine Liste mit weiteren, ausgesuchten Einbruchsobjekten gefunden habe. Die Adresse des oder der Angerufenen habe ebenfalls auf der Liste gestanden und darum sei der Angerufene akut gefährdet. Ein Einbruch stehe kurz bevor und schnell müsse man seine Wertsachen in Sicherheit bringen. Hierbei sei die Polizei natürlich behilflich. Das Geld müsse nur an einen Zivilbeamten übergeben werden, welcher zeitnah vorbeikommt. Natürlich kommt statt der richtigen Polizei einer der Ganoven und das Geld ist weg. Bei den Übergabemodalitäten sind der Phantasie der Betrüger keine Grenzen gesetzt. In manchen Fällen kam tatsächlich eine Person vorbei, in anderen Fällen sollten die Wertsachen an einer abgesprochenen Örtlichkeit deponiert werden, wo sie später von den Tätern abgeholt werden. Immer häufiger kam es in der Vergangenheit vor, dass die Täter mit technischen Tricks ihre Opfer verwirren oder von der Richtigkeit der Anrufe überzeugen möchten. In einzelnen Fällen wurde den Opfern schon erzählt, dass man sie an den Notruf „weiterleiten“ werde und man sich dort vergewissern könne, dass alles seine Richtigkeit hat. Nach einem kurzen Piepton meldete sich dann tatsächlich eine andere Person am Telefon und stellte sich zum Beispiel als „Polizeinotruf Wiesbaden“ vor. Natürlich handelte es sich auch hier um einen Betrüger. Andere Opfer wurden schon aufgefordert, selbst die Notrufnummer 110 zu wählen. Dies taten sie dann auch, ohne jedoch selbst das Gespräch vorher mit den Betrügern beendet zu haben. Selbstredend, dass auch jetzt wieder ein Täter am Telefon war. Beenden Sie unbedingt selbst das Telefonat, indem Sie den Hörer auflegen oder die Taste zum Beenden des Gesprächs drücken. Erst dann ist die Verbindung zu den Betrügern tatsächlich beendet und erst jetzt können Sie sicher die 110 wählen. Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird niemals Wertsachen bei Ihnen abholen oder sichern wollen! Auch keine Staatsanwaltschaft oder andere „Behörde“ wird dies tun. Beenden Sie solche Gespräche immer sofort und wählen Sie den Notruf 110.

Die Bad Sodener Sicherheitsberater sind über die Leiterin der Abteilung Sicherheit, Ordnung und Prävention, Anett Putbrese, unter der Telefonnummer 06196 / 2 08 – 180 erreichbar.

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