Herzstillstand! Was ist zu tun?

Pro Jahr erleiden über 70.000 Menschen in Deutschland einen plötzlichen Herzstillstand, der in wenigen Minuten zum Tod für, wenn nicht sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Ein Herzstillstand stellt eine lebensbedrohende Situation dar: Das Herz schlägt nicht mehr und kann somit keinen Sauerstoff zu den Organen pumpen. Auch wenn einem Herzstillstand in den meisten Fällen eine langjährig bestehende Herzerkrankung als Ursache zugrunde liegt, kann er aus heiterem Himmel auftreten. Der Betroffene muss also nicht zwangsläufig vorher über Beschwerden berichtet oder geklagt haben. In der Hälfte aller Fälle sind scheinbar herzgesunde Menschen betroffen

Was sind die Ursachen?

Ein Herzstillstand kann verschiedene Ursachen haben. Häufig löst eine Herzrhytmusstörung den Stillstand aus. In vielen Fällen ist sie Folge eines Herzinfarkts. Die Rhythmusstörung bedingt, dass sich die Muskelzellen des Herzens in falscher Reihenfolge und Häufigkeit anspannen oder sich gar nicht mehr bewegen. Das Herz kann das Blut nicht mehr geregelt ausstoßen, der Kreislauf bricht zusammen und steht still, ein Puls lässt sich nicht mehr fühlen.

Was können Sie tun, um zu helfen?

Wer einen Menschen mit Herzstillstand auffindet, muss umgehend handeln. Er muss innerhalb kürzester Zeit mit  einer Herzdruckmassage beginnen (sog. Herz-Lungen-Wiederbelebung oder kardiopulmonale Reanimation).

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist die einzige Chance, das Gehirn und weitere Organe wie die Nieren oder die Leber vor einem Sauerstoffmangel zu bewahren. Die Reanimation bringt den Kreislauf wieder in Gang:

  • Durch die Atemspende gelangt Luft in die Lunge,
  • die Druckmassage treibt das mit Sauerstoff angereicherte Blut aus den Herzkammern in die großen Gefäße und verteilt es im Körper.
  • Die äußerst empfindlichen Gehirnzellen erhalten so wieder frischen Sauerstoff.

Herzdruckmassage und Atemspende wechseln sich hierbei im Rhythmus 30:2 ab. Der Ersthelfer sollte bei diesen Maßnahmen unbedingt auch auf seine eigene Sicherheit achten.

Ist eine Herzrhythmusstörung (z.B. Kammerflimmern) Ursache des Herzstillstands, müssen vom einem Ersthelfer oder dem Notarzt mit einem speziellen Gerät Elektroschocks gesetzt werden. Dieses Gerät heißt Defibrillator (kurz: Defi), die Anwendung am Menschen Defibrillation. Die Defibrillation durchbricht die ungeordnet ablaufenden Erregungen im Herzmuskel und versucht, wieder einen normalen Rhythmus einzuleiten, den das Herz dann von selbst beibehalten kann. In jedem Fall muss ein Mensch mit Herzstillstand bis zur erfolgreichen Defibrillation mittels Atemspende und Herzdruckmassage wiederbelebt werden.

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  Defibrillatoren können Leben retten!

Die mobilen Geräte, die an mehreren Orten im Stadtgebiet von Bad Soden am Taunus frei zugänglich platziert sind, können auch von nicht geschulten Personen im Notfall verwendet werden.

Eine akustische Ansage hilft bei der Anwendung im Falle eines Herzstillstands bzw. Kammerflimmerns bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Keine Angst vor der Nutzung des Geräts! Es löst nur aus, wenn das Gerät den Notfall erkennt. 



Standorte von Defibrillatoren in Bad Soden am Taunus:

Öffentliche Einrichtungen:

- Rathaus, Foyer Erdgeschoss - Königsteiner Straße 73
- Badehaus im Alten Kurpark, Foyer Erdgeschoss
- Paulinenschlößchen, Treppenhaus

Sportstätten

- Hasselgrundhalle, Haupteingang
- Kahlbachhalle (Foyer), Altenhain
- Sauerbornhalle, Neuenhain
- Sportplatz Bad Soden am Taunus
- FreiBadSoden

Die komplette Liste aller Defibrillatoren finden Sie hier

Keep it simple!

Hier finden Sie eine Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung zum Thema „Wiederbelebung bei Herzstillstand: Keep it simple! Nur Drücken, nicht beatmen"

Weiteren Fakten zur Position der Deutschen Herzstiftung und einer Darstellung mit Illustrationen zur Laien-Reanimation finden Sie hier.

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Bad Soden am Taunus
Königsteiner Straße 73
65812 Bad Soden am Taunus