"Alexander von Humboldt - Spurensuche & Metamorphose 1769 - 2019"
Sammlung Hein und Fotografien der Künstlerin Sinje Dillenkofer

15.09.2019 - 27.10.2019

Vernissage: Samstag, 14. September 2019, 17:00 Uhr
Begrüßung: Bürgermeister Dr. Frank Blasch
Einführung: Michael Hein, Kurator

Version 2

Alexander von Humboldt (1769 - 1859) war einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit. Seine Überlegungen zu einer interdisziplinären Betrachtung der Natur und des Menschen sind auch heute noch, in Zeiten von Klimawandel und Überbevölkerung, hoch aktuell. Auf Veranstaltungen wie „Fridays for Future“ wäre er sicher ein gefragter Redner mit der Gabe, immer auch Lösungswege aufzuzeigen. Aufgrund seiner liberalen Weltanschauung prangerte er früh Sklaverei und Unterdrückung an, was ihn zu einem „Vorzeige-Europäer“ avant la lettre macht.

Die Aktualität Humboldts wird durch die Künstlerin Sinje Dillenkofer in großformatigen Fotografien reflektiert und in Szene gesetzt. Hierfür recherchierte und fotografierte sie in Berlin, der Geburtsstadt Humboldts, sowie auf Teneriffa, dem Ausgangspunkt der Amerikareise Humboldts im Jahre 1799. Erstmalig wird neben verlebendigenden Darstellungen des Humboldt-Archivs der Sammlung Prof. Dr. Hein, Stadtmuseum Berlin, ein künstlerischer Transfer seines berühmten Naturbildes vom Vulkan Pico del Teide auf Teneriffa in einer Ausstellung präsentiert.

Sinje Dillenkofer (*1959 Neustadt a.d. Weinstraße), lebt und arbeitet in Stuttgart und Berlin. Unter dem Titel »Archives vivantes« untersucht sie künstlerisch die Repräsentation der Person Humboldts, seine Theorien und Sammlungen und fragt nach der Bedeutung des Archivs an sich. In ihren Fotografien werden Sammlungsstücke lebendig in Szene gesetzt und verschiedene mediale Realitäten neu verknüpft dargestellt.

Aus überwiegend flachen zweidimensionalen Objekten entstehen fotografische Assemblagen und dreidimensionale Gebirge, die
Humboldts Betitelung seiner Grafik »Tableau comparatif de la Forme et de la Hauteur des principales Montagnes du Globe terrestre« aufgreifen und neu visualisieren.

Die besondere Verwendung von Farbe wird in »Kosmos 1« erkennbar. Hier sind die sechs Grundfarben flächig in einer malerischen Nachtaufnahme des Sternenhimmels über dem Pico del Teide platziert. Dies kann als Symbol für Humboldts Verbindung von Himmel und Erde, Makro- und Mikrokosmos, Mensch und Natur verstanden werden.

Hier können Sie sich den FLyer zur Ausstellung herunterladen: Alexander von Humboldt 1769 - 1859.

Sonderveranstaltungen:

„Humboldt spezial“
Donnerstag, 03. Oktober 2019, 11:00 - 18:00 Uhr, Badehaus im Alten Kurpark

11:00 Uhr                           Sektempfang
11:00 - 18:00 Uhr              Das Stadtmuseum und die Stadtbücherei mit Bücherflohmarkt haben geöffnet.
11:30 Uhr                           Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Frank Blasch
11:00 - 17:00 Uhr              Keramik bemalen nach Motiven von Humboldt mit dem Malplatz Bad Soden
12:00 Uhr                           Führung durch die Ausstellung mit Michael Hein, Kurator
14:00 Uhr                           Führung durch die Ausstellung mit Michael Hein
15:00 Uhr                           Vorgelesen wird die „Die kleine Raupe Nimmersatt“ von Eric Carle, für Kinder ab 3 Jahre, im Anschluss malen die Kinder ihren eigenen Schmetterling.
15:30 Uhr                           Der Autor Volker Mehnert liest aus seinem Buch „Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne“ für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren
17:00 Uhr                           Michael Hein liest aus HumboldtsWerken u.a. aus dem „Kosmos“ mit anschließender Diskussion.
Freier Eintritt! Das Café Humboldt lädt zu Kaffee und Kuchen ein.

Konzert „Humboldt meets Mendelssohn“
Freitag, 25. Oktober 2019, 19:00 Uhr, Badehaus im Alten Kurpark
(im Rahmen der Mendelssohn Tage der Musik)
Die Humboldt-Ausstellung gibt eine passende Gelegenheit, an die Freundschaft zwischen den Familien Mendelssohn und Humboldt auch mit Musik zu erinnern. Liedkompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny Hensel werden im unteren Foyer des Badehauses aufgeführt. Mit Josephine Rösener (Gesang), Bernhard Zosel (Klavier) und Johannes Warnat (Bratsche).
Zur Kartenreservierung.


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65812 Bad Soden am Taunus
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