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Abfall
Gelbe Säcke bleiben bewährtes System
In Bad Soden am Taunus gilt für Verpackungsabfälle seit 1992 das Gelbe-Sack-System – unter anderem, weil in dichter bebauten Bereichen wie der Altstadt zusätzliche Abfalltonnen oft nicht praktikabel sind. Dieses System ist Teil eines bundesweit einheitlichen, herstellerfinanzierten Entsorgungssystems, das im Main-Taunus-Kreis die Nutzung von Gelben Säcken vorsieht.
Die im Stadtgebiet vorhandenen Gelben Tonnen wurden von Bürgerinnen und Bürgern privat angeschafft. Ihre Leerung erfolgte bislang durch den Entsorger freiwillig und auf Kulanzbasis – eine vertraglich geregelte Leistung war dies ausdrücklich nicht.
Kulanzregelung endet zum 30. April 2026
Diese freiwillige Regelung wird zum 30. April 2026 beendet. Hintergrund sind die verbindlichen Vorgaben der Dualen Systeme, die eine Leerung privat beschaffter Tonnen nicht vorsehen. Für den Entsorger ergeben sich daraus unter anderem Haftungsfragen, etwa bei möglichen Beschädigungen an privaten Behältern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Qualität des Recyclings: Die Durchsichtigkeit der Gelben Säcke ermöglicht eine schnelle Sichtkontrolle des Inhalts. Dadurch können Fehlwürfe reduziert und die Sortierung verbessert werden, was dazu beiträgt, Wertstoffe effizienter im Kreislauf zu halten.
Stadt hat sich um Lösung bemüht
Die Stadt Bad Soden am Taunus hat sich wiederholt – zuletzt im Jahr 2025/2026 – darum bemüht, eine vertragliche Lösung für die Nutzung privater Gelber Tonnen zu erreichen. Aufgrund der klaren Vorgaben der Dualen Systeme konnte jedoch keine entsprechende Vereinbarung erzielt werden. Bereits seit 2018 weist die Stadtverwaltung auf diese Situation hin und rät ausdrücklich vom Kauf privater Gelber Tonnen ab. Auch im städtischen Abfallkalender wird explizit darauf Bezug genommen.
Abfallberater Steffen Kremer betont: „Wir verbieten die Nutzung privater Tonnen nicht. Die Entscheidung, diese künftig nicht mehr zu leeren, wird durch das beauftragte System beziehungsweise das Entsorgungsunternehmen getroffen. Die Stadt hat darauf keinen direkten Einfluss.“ Von der Änderung nicht betroffen sind die 1.100-Liter-Container. Diese werden auch über den 30. April 2026 hinaus weiterhin regulär geleert.
Gelbe Säcke künftig verpflichtend
Verpackungsabfälle sind künftig ausschließlich in Gelben Säcken zur Abholung bereitzustellen. Die Sammlung von Leichtverpackungen wird kreisweit organisiert. Die Kommunen des Main-Taunus-Kreises schreiben diesen Leistungsbereich gemeinsam aus. Ein „Misch-System“ – also wahlweise Gelbe Säcke oder Gelbe Tonnen – ist in der Praxis leider nicht erlaubt. Der aktuelle Vertrag läuft bis Ende 2028; eine Neuausschreibung erfolgt im Jahr 2028. Sollte künftig die Einführung einer flächendeckenden Tonnenlösung gewünscht sein, müsste diese als verbindliche Leistung in den entsprechenden Ausschreibungen festgelegt werden. Das würde bedeuten, dass alle Haushalte künftig eine gelbe Tonne erhalten. Ob dieser Weg beschritten wird, ist allerdings noch nicht entschieden.
Appell an die Bürgerschaft
Die Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese Änderung, dankt für die langjährige Unterstützung bei der korrekten Trennung von Verpackungsabfällen und appelliert an einen weiterhin sachlichen Umgang mit dem Thema. Verpackungsabfälle dürfen künftig entsprechend der geltenden Regelung ausschließlich in den Gelben Säcken zur Abholung bereitgestellt werden.
Foto: Die Gelben Tonnen mit 120 oder 240 Litern werden künftig nicht mehr geleert. Weiterhin abgeholt werden Bioabfall, Papier und Restmüll in Tonnen.
