günter menze

Neues Buch: Trinkwasser für Bad Soden am Taunus


Diese Lücke hat jetzt der Heimatforscher Günter Menze geschlossen. In seinem Buch „Trinkwasser für Bad Soden am Taunus“ zeigt er auf, wie die Versorgung der Einwohner von Bad Soden, Altenhain und Neuenhain mit sauberem Trinkwasser funktioniert und wie der Weg dahin verlief – ein mühevoller, kostenaufwändiger Prozess, der sich über 130 Jahre hinzog.

Für Bad Sodener Bürgerinnen und Bürger ist es selbstverständlich, den Wasserhahn aufzudrehen und sofort sprudelnd klares Wasser aus der Leitung zu bekommen. Da es so einfach ist, hat sich bisher niemand die Mühe gemacht, nachzufragen, wie das in Bad Soden am Taunus möglich ist, welche Voraussetzungen dafür vorhanden sein und welche Schwierigkeiten überwunden werden mussten. Über die Sodener Mineralquellen gibt es viele Veröffentlichungen, sie sind schließlich die Grundlagen für die Salzgewinnung und die Entwicklung des Dorfes zur Kurstadt gewesen. Aber über die Geschichte des Sodener Trinkwassers?

Langer Prozess

Im Detail werden in der Dokumentation die Probleme der Wasserbeschaffung aus Schürfungen, Quellen, Tiefbrunnen und durch Fremdbezug aus Sossenheim, Schwalbach und Frankfurt geschildert. Verbunden damit war und ist die Verteilung und Speicherung des Wassers in ein System mit Hochbehältern, Pumpstationen, Rohrleitungen, Steuerungsanlagen unter Berücksichtigung der verschiedenen Druckzonen, die erforderlich sind, da die Siedlungsgebiete erhebliche Höhenunterschiede aufweisen. Weitere Themen sind die Sicherung der Wasserqualität durch Aufbereitungsanlagen, die geologischen Probleme beim Auffinden von Wasseradern und letztlich die Genehmigungsverfahren und Vertragsgestaltung zur Regelung der Bedingungen für den Fremdbezug und die damit verbundenen Preise für den Wasserbezug.

Der Autor Günter Menze ist Diplom-Ingenieur und als langjähriger ehemaliger Erster Stadtrat ein profunder Kenner der Materie und schon von Berufs wegen ein Experte der Bad Sodener Stadtentwicklung. „Ich freue mich, dass diese ganzen Fakten jetzt einmal Schwarz auf Weiß festgehalten sind“, blickt der Autor auf die zweijährige aufwändige Recherche zurück. „Für Geschichtsinteressierte, Bad Sodener Bürger und Technikbegeisterte ist es eine lesenswerte Lektüre mit manch überraschenden Wendungen und Zusammenhängen.“ Der akribisch forschende Günter Menze hat schon mehrere Werke über die Bad Sodener Geschichte geschrieben wie über die Much AG, die Sodener Pastillen, den Kurbetrieb nach dem Zweiten Weltkrieg und die Gebietsreform.

Verkauf

Die aufschlussreiche Publikation über das Bad Sodener Trinkwasser umfasst über 300 Seiten und kann in der Stadtbücherei, dem Stadtmuseum – beides im Kulturzentrum Badehaus – und in der städtischen Verwaltungsstelle Königsteiner Straße 77 käuflich erworben werden.