Feuerwehr

Rettungshundestaffel der Feuerwehr


Jeder von uns kennt die Vermisstenmeldungen der Polizei, die regelmäßig in den Medien veröffentlicht werden. Wenn es Hinweise darauf gibt, dass sich eine vermisste Person in einer hilflosen Lage befindet, etwa ein älterer Mensch, der von einem Spaziergang nicht zurückgekehrt ist, dann kommen sie zum Einsatz: die Rettungshunde der Freiwilligen Feuerwehr Bad Soden am Taunus. Dank ihres außergewöhnlichen Geruchssinns können die Retter auf vier Pfoten große Waldflächen, unwegsames Gelände und Trümmerbereiche schnell und effektiv absuchen. Ihre Hundenasen sind dabei so genau, dass es die gängige Technik nicht mit ihnen aufnehmen kann.

Derzeit acht Hunde im Einsatz

Offiziell heißt die Bad Sodener Rettungshundestaffel „Facheinheit Rettungshunde-Ortungstechnik“ (RHOT). Sie wurde 2011 gegründet und ist eine Besonderheit, da Rettungshundestaffeln bei deutschen Feuerwehren nur vereinzelt existieren. Inzwischen engagieren sich rund 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Soden sowie umliegender Kommunen in der Einheit. Sie arbeiten aktuell mit acht einsatzgeprüften Rettungshunden; fast die gleiche Anzahl befindet sich in Ausbildung. Wie auch bei Polizeihunden, wohnen die Hunde bei den Feuerwehrleuten und sind Teil ihrer Familien.

Zeitintensives Training

Die Ausbildung von Hund und Hundeführer dauert zwei bis drei Jahre. Die Bad Sodener RHOT-Einheit trainiert immer mittwochs und sonntags nach bundesweit gültigen Standards. Etliche Prüfungen sind nötig, bis ein Rettungshundeteam einsatztauglich ist – die qualifizierende Rettungshundeprüfung RH2 muss sogar jährlich wiederholt werden. Ein fertig ausgebildeter und geprüfter Rettungshund kann dann etwa fünf bis zehn Jahre im Einsatz bleiben.

Fünf bis zehn Einsätze im Jahr

Die Bad Sodener Rettungshundestaffel rückt jährlich zu etwa fünf bis zehn Einsätzen aus, überwiegend im Main-Taunus-Kreis und im Hochtaunuskreis, gelegentlich auch im Frankfurter Raum. Darüber hinaus stehen sie der Polizei und anderen Feuerwehren regelmäßig telefonisch als Fachberater zur Seite. Alarmiert wird die RHOT-Einheit über die Rettungsleitstelle, meist auf Anforderung einer anderen Feuerwehr oder der Polizei. Die Alarmierung erfolgt häufig am späten Abend oder in der Nacht. Besonders bemerkenswert ist, dass die RHOT-Teams die zeitintensive Ausbildung und alle Einsätze vollständig ehrenamtlich und ihrer Freizeit übernehmen – immer mit dem gemeinsamen Ziel, Menschen in Not schnell und zuverlässig zu helfen.

Rettungshund Urmel mit Hundeführer Patrick Ritter beim Trümmersuche-Training. Foto: Freiwillige Feuerwehr Bad Soden am Taunus