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Gegen den Trend: Viele Trauungen in Bad Soden


In Hessen ist der Trend eindeutig: Im vergangenen Jahr haben sich so wenige Paare wie noch nie das Jawort gegeben. Etwas anders sieht es dagegen in Bad Soden am Taunus aus: Nach einer zahlenmäßigen Delle im Vorjahr hat das Standesamt im Jahr 2025 mit 181 Trauungen den höchsten Wert der vergangenen Jahre verzeichnet.

Über die Gründe für diese Entwicklung kann nur spekuliert werden. Auf jeden Fall wird in Bad Soden am Taunus am liebsten der Trausaal im Alten Kurpark als der Ort gewählt, an dem sich die Ringe übergestreift und anschließend herrliche Fotos im Grünen mit Wiese und Badehaus im Hintergrund geschossen werden. 

Geburtszahlen rückläufig 

In der Zahl der in Bad Soden am Taunus verzeichneten Eheschließungen sind auch 14 enthalten, die im Sulzbacher Trausaal vorgenommen wurden. Dazu muss man wissen, dass das Bad Sodener Standesamt seit einigen Jahren auch die standesamtlichen Aufgaben der Gemeinde Sulzbach (Taunus) und der Stadt Schwalbach am Taunus übernimmt. 

Wie in ganz Hessen ist die Entwicklung auch in Bad Soden am Taunus, wenn es um den Rückgang der Geburtszahlen geht. Diese sind in den vergangenen Jahren gesunken, von 1.052 im Jahr 2022 auf 887 im vorigen Jahr. Die Kinder, die in Bad Soden am Taunus das Licht der Welt erblicken, werden auch vor Ort im Standesamt angemeldet – aber mit wie vielen Vornamen? 57 Prozent der Eltern waren der Ansicht, ein Vorname reiche aus. Dagegen fanden 0,5 Prozent der Mütter und Väter, ihr Nachwuchs solle mehr als drei Vornamen im Pass haben. 

Emilia und Felix am beliebtesten 

Dort fanden sich bei den Mädchen am häufigsten die Vornamen Emilia, Emma und Mila, bei den Jungen landeten Felix und Noah auf Platz 1 und 2, danach folgten gleichauf Finn, Gabriel, Jakob, Max, Paul und Anton.


Foto: Der wunderschöne Bad Sodener Trausaal – die ehemalige Rothschild-Remise – im Alten Kurpark.