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Städtepartnerschaft
10 Jahre Franklin und Bad Soden am Taunus
Mit einem großen Freundschaftsfest im Alten Kurpark am Samstag, 5. September 2026, und einer Ausstellung in der Stadtgalerie wird das zehnjährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen der US-Stadt Franklin, Tennessee, und Bad Soden am Taunus begangen. Erwartet wird auch eine Delegation der US-Amerikaner unter Leitung von Bürgermeister Dr. Ken Moore.
Der Bad Sodener Partnerschaftsverein IKUS und die Verantwortlichen im Rathaus haben sich anlässlich des Jubiläums an die Anfangszeit der freundschaftlichen Beziehungen erinnert. Als Bad Soden am Taunus und die französische Stadt Rueil-Malmaison vor über 50 Jahren ihre Städtepartnerschaft begründeten, geschah dies vor allem als Teil einer deutsch-französischen Regierungsinitiative: Mit diesen Verbindungen sollte ein deutliches politisches Zeichen der Annäherung nach Jahrzehnten der Feindschaft und des Krieges gesetzt werden. Dass Bad Soden und Franklin in Tennessee vor zehn Jahren „Sister Cities“ geworden sind, hat dagegen seine Wurzeln im bürgerschaftlichen Engagement und der Unterstützung durch die jeweiligen Städteparlamente.
Gemeinsamkeiten
Franklin begann im Jahr 2012 mit der Suche nach einer deutschen Partnerstadt. Ziel war, Deutsch als Fremdsprache an den örtlichen Schulen stärker zu verankern. Zu den ersten Ansprechpartnern der Initiative gehörten Rachel Obermeier und in Franklin ihr Counterpart Patricia Kriebel. Die beiden Frauen sondierten die Gemeinsamkeiten: die räumliche Nähe zu wichtigen Großstädten – Nashville und Frankfurt –, das ausgeprägte Interesse an Kultur und Geschichte, dieEinbettung in die Natur, die günstige Lage für weitergehende Reisen in Deutschland und Europa beziehungsweise den amerikanischen Südstaaten und manches mehr.
Als Franklins Bürgermeister Dr. Ken Moore signalisierte, eine Partnerschaft mit Bad Soden am Taunus zu besiegeln, begann auch auf deutscher Seite die politische Überzeugungsarbeit. Der damalige Bürgermeister Norbert Altenkamp und der frühere Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt machten klar, dass diese Städtepartnerschaft nur Erfolg haben werde, wenn sie „von unten", also aus der Bürgerschaft, getragen würde.
Kulturprojekte
Das Prinzip bürgerschaftlichen Engagements prägt bis heute die Freundschaft von Franklin und Bad Soden am Taunus. Der jährliche Austausch von Schülern und Praktikanten ist unverändert ein zentraler Eckpfeiler der Beziehung. Persönliche Freundschaften und private Reisen haben sich entwickelt, der „Homestay“, der Aufenthalt in einer amerikanischen oder deutschen Familie, gehören wie selbstverständlich dazu. Die Feuerwehren beider Städte haben einen kameradschaftlichen Austausch entwickelt. Kulturprojekte spielen eine wichtige Rolle, so wie die Humboldt-Ausstellung in Tennessee oder ab September die große Franklin-Ausstellung mit vielen Begleitveranstaltungen in Bad Soden am Taunus.
Vor zehn Jahren besiegelte der Bad Sodener Bürgermeister a. D. Norbert Altenkamp mit dem Bürgermeister von Franklin, Dr. Ken Moore, die Städtepartnerschaft. Foto: Stadt Bad Soden am Taunus
