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Brandanschlag: Messanlage bleibt einsatzfähig



In der Nacht zum Montag, 28. September 2026, haben Unbekannte die städtische mobile Messanlage in der Kronberger Straße in Brand gesetzt. Gegen 0:50 Uhr wurde der brennende sogenannte Enforcement Trailer gemeldet. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Die Verkleidung des Anhängers wurde dabei beschädigt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Einen kleinen, aber wichtigen Unterschied gibt es allerdings: Der Blitzer selbst hat den Brandanschlag erstaunlich gut überstanden. Die Messanlage im Inneren blieb funktionsfähig und hat sogar nach dem Löschen des Brandes noch Geschwindigkeitsverstöße erfasst. Auch die am 28. September aufgenommenen Fotos und Messdaten sind selbstverständlich weiterhin vorhanden. Die Daten werden nicht dadurch gelöscht, dass der Anhänger beschädigt oder außer Betrieb genommen wird.

Mobil im Einsatz

Der robuste Enforcement Trailer ist speziell für den dauerhaften und unbeaufsichtigten Einsatz ausgelegt und verfügt über verschiedene Schutzmechanismen gegen Vandalismus. Die empfindliche Messtechnik ist unter anderem gegen Hitze geschützt. Die Messanlage selbst wurde nach dem Vorfall gereinigt und ist wieder voll einsatzfähig.

Für die optische Instandsetzung wurde der beschädigte Anhänger inzwischen zum Hersteller nach Wallau gebracht. Bis die Reparatur abgeschlossen ist, wird die Messanlage verstärkt mobil eingesetzt.

Die Stadt Bad Soden am Taunus stellt zugleich klar: Die Beschädigung des Messanhängers ist kein Kavaliersdelikt. Es handelt sich um eine Straftat. Die rechtswidrige Beschädigung oder Zerstörung einer fremden Sache kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.

„Nicht akzeptabel"

„Ich kann nachvollziehen, dass sich niemand darüber freut, geblitzt zu werden. Gleichzeitig sprechen sich viele Bürgerinnen und Bürger für mehr Geschwindigkeitskontrollen aus, weil sie sich dadurch mehr Sicherheit auf unseren Straßen erhoffen. Beides gehört zu einer sachlichen Diskussion über Verkehrssicherheit – Sachbeschädigung oder gar ein Brandanschlag sind dafür aber definitiv kein akzeptabler Weg“, erklärt Bürgermeister Dr. Frank Blasch.

Die Polizei bittet um Hinweise zu der Tat. Wer in der Nacht zum 28. September 2026 im Bereich der Kronberger Straße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann sich an die Polizeistation Eschborn unter der Telefonnummer +49 6196 9695-0 wenden.


Foto: Der Blitzcontainer ist auch nach dem Brandanschlag einsatzfähig geblieben.