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Brut- und Setzzeit: Rücksicht auf Wildtiere nehmen



Von Frühjahr bis Sommer ziehen viele Wildtiere ihren Nachwuchs groß. In dieser sogenannten Brut- und Setzzeit brauchen insbesondere bodenbrütende Vögel, Rehe und andere Wildtiere besondere Ruhe und Schutz. Störungen durch freilaufende Hunde, laute Geräusche oder das Verlassen der Wege können dazu führen, dass Elterntiere ihre Jungen verlassen oder Nester aufgegeben werden. 

Während der Brut- und Setzzeit gelten deshalb besondere Regeln zum Schutz der Tiere. Hunde sollten in Feld, Wald und Flur angeleint bleiben und Mountainbiker nicht auf ungekennzeichneten Wegen durch den Wald fahren. Zudem ist es nicht erlaubt, Nester, Gelege oder Jungtiere zu stören, zu beschädigen oder aus der Natur mitzunehmen. Auch das Befahren oder Betreten sensibler Flächen abseits der Wege sollte vermieden werden.

Nester im Gehölz?

Haus- und Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer werden außerdem darauf hingewiesen, dass Hecken, Gebüsche und Bäume in dieser Zeit nur vorsichtig gepflegt werden dürfen. Starke Rückschnitte oder das vollständige Entfernen von Hecken sind zum Schutz brütender Vögel gesetzlich eingeschränkt. Vor Pflegearbeiten sollte immer geprüft werden, ob sich Nester in den Gehölzen befinden.

Die Brut- und Setzzeit dient dem Schutz der heimischen Tierwelt und trägt dazu bei, dass Jungtiere sicher aufwachsen können. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Rücksicht auf die Natur zu nehmen und die Schutzregelungen einzuhalten. So leisten alle einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zum respektvollen Miteinander von Mensch und Natur.