kinderparlament

Schwarze Hände und Sicherheit auf den Straßen


Die Mädchen und Jungen im Kinderparlament kennen das Procedere schon: Namensschilder, Begrüßung, Tagesordnung. Und doch ist natürlich doch jede Sitzung anders – mit neuen Themen und dieses Mal unter einer neuen Leitung. 

Denn laut Satzung wird das Kinderparlament von der Vorsteherin oder dem Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung geleitet. Und dort hat kürzlich Helmut Witt nach 20 Jahren den Stab weitergereicht an Dorothée Fink. Sie hat sich am Mittwoch den 44 Vertretern des Kinderparlaments vorgestellt. Nach der Sitzung im Hörsaal der Feuerwehr dankte Bürgermeister Dr. Frank Blasch noch einmal Helmut Witt für das Leiten der vielen Sitzungen und überreichte ihm ein Erinnerungsfoto, das ihn mit vielen Kindervertretern bei Ortsterminen zeigt. 

Was der Bauhof alles macht 

Zuvor wurde aber Politik gemacht, wie man das von den Erwachsenen in vergleichbaren Gremien kennt. Da stand zuerst „Das aktuelle Thema“ auf der Tagesordnung, das sich mit dem städtischen Bauhof beschäftigte. Dessen Leiter Alexander Wieczorek erläuterte den Kinderparlamentariern die vielen Aufgaben und Tätigkeiten seiner Kollegen im Bauhof und in der Stadtgärtnerei. Da staunten die Mädchen und Jungen, um was sich die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles kümmern: von der Straßenreinigung, dem Winterdienst, bis zur Pflege der städtischen Grünanlagen. Und sogar eine richtige Schreinerei gibt es auf dem Bauhof in der Hunsrückstraße. 

Bei der letzten Sitzung des Parlaments hatten die Kinder eine Reihe von Anträgen an den Magistrat und die Stadtverwaltung eingereicht. Und nun wollten sie natürlich wissen, was aus ihren Fragen und Wünschen geworden ist. Das zu beantworten war die Aufgabe von Bürgermeister Dr. Frank Blasch. Besonders interessierte die Kinder der Zustand der Spielplätze und Spielgeräte. „Warum bekommen denn die Kinder immer schwarze Hände, wenn sie Basketball in der Anlage an der Talstraße spielen?“, wollten sie wissen. Das Problem wurde gelöst, versicherte der Rathaus-Chef, Mitarbeiter einer Firma haben den Boden des Platzes gereinigt. 

Sicherheit im Straßenverkehr 

Auch die Themen Straßenverkehr, Beschilderung, Müll und Geschwindigkeitskontrollen lagen den Kindern am Herzen. Der Bürgermeister versprach, dass die städtische Ordnungspolizei weiter aufpassen werde, zum Beispiel das Tempo der Autos auf den Schulwegen und das Einhalten der Verkehrsregeln zu überwachen. „Eure Sicherheit auf den öffentlichen Straßen ist uns ganz wichtig“, sagte Bürgermeister Dr. Frank Blasch. 

„Und warum gibt es einen öffentlichen Bücherschrank in der Kernstadt und in Neuenhain, aber nicht in Altenhain?“, fragte ein Schüler. „Wir prüfen gerade, ob wir noch in diesem Jahr auch in Altenhain einen aufstellen können“, kündigte Dr. Frank Blasch an. 

Spielplatzbegehung 

Im September kommt das Kinderparlament wieder zusammen, dann steht eine Begehung des Spielplatzes an der Talstraße auf dem Programm und ein Naturschutz-Vertreter wird Interessantes über den Lehrpark Rohrwiese erläutern. 

Das Kinderparlament setzt sich aus Grundschülerinnen und Grundschülern der Jahrgänge 3 und 4 zusammen. Jede Klasse dieser Jahrgänge darf zwei Jungparlamentarier stellen. „Die Kinder lernen hier demokratische Abläufe und Strukturen kennen“, erklärt Bürgermeister Dr. Blasch, „ihre Anliegen werden ernst genommen und sie bekommen eine Rückmeldung.“


Foto: Alexander Wieczorek (stehend) berichtet über die Arbeit des städtischen Bauhofs und der Gärtnerei. Die Kinder hören aufmerksam zu, ebenso vorne (v.l.) Helmut Witt, Stadtverordnetenvorsteherin Dorothée Fink und Bürgermeister Dr. Frank Blasch.