kita hübenbusch

Sanierung und Modernisierung in vollem Gange 


Groß war der Schock für alle Kinder sowie Erzieherinnen und Erzieher zu Jahresanfang in der städtischen Kita Am Hübenbusch. Über die Weihnachtstage hatte es in der Einrichtung einen Wasserschaden gegeben, der sie vorerst nicht mehr nutzbar machte. Nach einer Interimslösung in der Hasselgrundhalle konnten die 106 Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern im April in leerstehende Räume im ehemaligen Firmengebäude von Thyssenkrupp-Uhde umziehen. Derweil läuft die Schadensanierung der Kita Am Hübenbusch auf Hochtouren. 

Bei einer Begehung verschaffte sich Bürgermeister Dr. Frank Blasch einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten. Die Nässe hatte viele Schäden in der 1996 gebauten Einrichtung verursacht, von den Fußböden über die Wände bis zu den Decken. So standen in den vergangenen Monaten der Rückbau und die Trocknung der Räume im Mittelpunkt der Arbeiten. Diese sind leider noch nicht abgeschlossen: Bei einer Begehung mit dem Gutachter Anfang des Monats hat die städtische Fachabteilung festgestellt, dass die Reinigung nicht ordnungsgemäß vorgenommen wurde. Die Versicherung hat daher unmittelbar eine Nachreinigung angeordnet, die derzeit noch läuft. In der kommenden Woche werden erneut Proben der Raumluft und Oberflächen genommen. 

Schutz vor Hitze 

Wenn dann die Voraussetzungen stimmen, warten viele weitere Aufgaben auf die Handwerker. Böden einschließlich der Abdichtungen gegen Feuchtigkeit, Dämmung und Estrich müssen verlegt und Trockenbauwände wieder hergestellt werden. Nach derzeitiger Planung geht es von Anfang 2027 bis zum Frühsommer weiter mit den Boden-, Wand- und Deckenbelägen, Türen, Heizkörpern, Sanitäranlagen, Elektro- und Klimainstallationen. Abschließend werden auch die Außenanlagen neugestaltet, wobei ein Hauptaugenmerk auf den Schutz der Kinder vor künftigen Hitzeperioden gelegt wird. Trotz der derzeitigen Verzögerungen sollen alle Arbeiten im Sommer kommenden Jahres abgeschlossen sein und die Kinder in ihre Kita zurückkehren können. 

Nach Aussage von Verwaltungs-Chef Dr. Blasch belaufen sich der Wasserschaden und die Kosten der Sanierung auf rund 700.000 Euro, die von der Versicherung übernommen werden. Die Stadt macht aus der Not des Wasserschadens eine Tugend und zieht die ohnehin geplante Modernisierung der rund 30 Jahren alten Einrichtung vor. Dazu gehören die Erneuerung sämtlicher Bodenbeläge, Austausch aller bisherigen Leuchten gegen energieeffizientere LED-Leuchtmittel, Komplettsanierung der Sanitärbereiche, Einbau von Klimageräten, eine neue Kücheneinrichtung und die Neugestaltung der Außenanlagen; dort sollen unter anderem Sträucher und Hochbeete die Staub- und Hitzeentwicklung minimieren. Dafür wurden im Haushalt 1,3 Millionen Euro eingestellt. 

„Sanierung notwendig“

„In finanziell schwierigen Zeiten ist das natürlich eine erhebliche Investitionssumme“, erläuterte Bürgermeister Dr. Frank Blasch, „allerdings war die Notwendigkeit einer Sanierung bereits deutlich vor dem Wasserschaden ersichtlich und daher im Investitionsprogramm vorgesehen.“ Das Geld jetzt für diese „Kita mit Charme“ auszugeben, sei eine sinnvolle Investition in die Zukunft der Kinder.


Foto: Sie beraten über die Neugestaltung der Außenanlage der städtischen Kita Am Hübenbusch: (v.l.) Fachbereichsleiter Michael Serba, Bürgermeister Dr. Frank Blasch, Kita-Leiterin Maria Pfeifer und Abteilungsleiterin Gebäude und Liegenschaften Dorothea Reidel.