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Preise für Klima- und Naturschutz vergeben 


Detlef Schümann, Klimaschutzbeauftragter der Stadt, begrüßte die Gäste im Kino CasaBlanca. „Der ökologische Fußabdruck einer einzelnen Kommune verschwindet im globalen Treibhausgasausstoß, aber wenn jede Kommune einen Beitrag leistet, wird aus vielen kleinen Beiträgen etwas Größeres“, erklärte er. „Sinnvoll ist lokaler Klimaschutz umso mehr, da viele Maßnahmen nicht erst in 20 Jahren, sondern sofort unser Leben bereichern.“ 

Bürgermeister Dr. Frank Blasch bedankte sich bei allen Bewerbern für das große ehrenamtliche Engagement: „Mit dem Preis wollen wir honorieren, dass es Menschen gibt, die sich für sich im Kleinen einen wichtigen Beitrag leisten und Initiative zeigen. Die ausgezeichneten Projekte sind kleine Puzzleteile im Rahmen des Klimaschutzes und zeigen eindrucksvoll, wie viel vor Ort bewegt werden kann. Klimaschutz lebt vom Mitmachen, von Ideenreichtum und von Menschen, die Verantwortung übernehmen.“

 Solarberatung auf Platz 1

 Den ersten Platz erhielt der Verein Klimabewusstes Bad Soden für seine ehrenamtliche Bürgersolarberatung. Mit dem Aufbau eines unabhängigen und kostenlosen Beratungsangebots für Photovoltaik-Anlagen habe der Verein einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Bad Soden am Taunus geleistet. Besonders gewürdigt wurden die Zukunftsrelevanz des Projekts, das niedrigschwellige Beratungsangebot sowie das große ehrenamtliche Engagement der inzwischen 21 Solarberaterinnen und Solarberater sowie des unterstützenden Backoffice-Teams. Die Jury hob zudem die starke Multiplikatorwirkung hervor, da durch die Beratung zahlreiche konkrete PV-Projekte angestoßen worden seien.

 Fachgerecht gepflegte Streuobstwiese

 Der zweite Platz ging an Erwin Dittmann für seine fachgerecht gepflegte Streuobstwiese. Die Jury würdigte insbesondere die langjährige und kontinuierliche Pflege alter Obstbäume, sachkundige Neuanpflanzungen sowie die ökologische Gestaltung mit großen Baumscheiben und Totholz als Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Die Streuobstwiese leiste einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz und wirke zugleich als natürliche CO₂-Senke.

 Naturschutz wird beim OGV großgeschrieben

 Mit dem dritten Platz wurde der Obst- und Gartenbauverein Altenhain im Taunus ausgezeichnet. Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren für die Pflege und Weiterentwicklung von Streuobstwiesen und verbindet dabei traditionellen Naturschutz mit modernen Ansätzen zur Nutzung und wissenschaftlich fundierter Arbeit bei der Pflege. Besonders positiv bewertete die Jury, dass sich eine junge Generation mit großem Engagement und neuen Ideen für den Erhalt dieser wertvollen Kulturlandschaft einsetzt.

Diversität fördern

Auch die Streuobstwiesenanpflanzung der Familie Sander wurde im Rahmen der Preisverleihung gewürdigt. Zwar erhielt das Projekt keinen der drei Hauptpreise, dennoch wurde das Engagement für den lokalen Klimaschutz ausdrücklich anerkannt. Dank der Unterstützung des Landschaftspflegeverbands Main-Taunus konnte der Familie ein Gutschein für einen eintägigen Baumwartkurs zum Thema Streuobstwiesenpflege überreicht werden.

Foto: Die Preisträger des Klimaschutzpreises mit Detlef Schümann, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Bad Soden am Taunus (hinten links) und Bürgermeister Dr. Frank Blasch (vorne links).