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stadtmuseum
Zwischen Kur und Kultur: Das Kurgastzimmer
Eine Badewanne aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, historische Briefe berühmter Kurgäste, Zeichnungen und Originalgegenstände – das Stadtmuseum widmet den bekanntesten Besuchern einen eigenen Museumsraum, in dem auch optisch ansprechende Bild- und Text-Banner den Bezug zum ehemaligen Kurort aufzeigen.
In einer Vitrine können sogar die Originalbriefe des Reichskanzlers Otto von Bismarck, den eine Freundschaft mit dem Neuenhainer Pfarrer Georg Will verband, bestaunt werden.
Bessere Infrastruktur: Immer mehr Kurgäste kommen nach Soden
Ein besonders treuer Gast in Bad Soden war Heinrich Hoffmann, der später mit dem „Struwwelpeter“ berühmt wurde. Auch den Publizisten Ludwig Börne und den weltbekannten Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy zog es in den Kurort – Mendelssohn verbrachte die Sommer 1844 und 1845 gemeinsam mit seiner Familie in der Kurpension Nassovia an der Königsteiner Straße.
Fürstlichen Glanz brachte Pauline von Nassau in den Ort. Ihr gefiel der Aufenthalt so gut, dass sie sich kurzerhand das Paulinenschlößchen am Rand des Kurparks errichten ließ – ein bis heute sichtbares Zeichen ihrer Verbundenheit mit Soden.
Auch literarisch fand Bad Soden seinen Niederschlag: Der Frankfurter Dichter Friedrich Stoltze widmete dem „Deutschen Nizza“ zahlreiche heitere Verse.
Mit dem Eisenbahnanschluss nach Höchst, fertiggestellt im Jahr 1847, wurde Soden schließlich noch attraktiver und leichter erreichbar. Das sprach sich herum und lockte Gäste aus ganz Europa an. Selbst berühmte russische Schriftsteller wie Iwan Turgenjew und Leo Tolstoi fanden den Weg in den Taunus.
Bis heute prägen Bad Soden zahlreiche Spuren dieser glanzvollen Zeit und machen deutlich, dass sich hier Erholung, Kultur und Geschichte seit jeher auf besondere Weise vereinen.
Angebote und Öffnungszeiten des Stadtmuseums
Neu in diesem Jahr ist eine Museumsführung mit anschließender Kaffee- oder Teepause. In kleinen Gruppen von bis zu sieben Personen werden die Teilnehmenden etwa 30 bis 45 Minuten durch das Museum geführt. Im Anschluss stehen im Kurzimmer Tee, Kaffee, Mineralwasser und Kekse bereit. Die Kosten belaufen sich auf 70 Euro am Wochenende und 50 Euro unter der Woche. Anmeldungen und Terminabsprachen sind direkt bei der Museumsleitung Dr. Christiane Schalles unter der Telefonnummer +49 6196 208-414 sowie per E-Mail an christiane.schalles@stadt-bad-soden.de möglich.
Geöffnet ist das Stadtmuseum Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr oder nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.
Foto: Eine original Badewanne aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist heute ebenfalls noch im Kurgastzimmer zu bewundern.
